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Josef Roßmaier (*1933)
Kreuz VIII

Roßmaier

Seit vielen Jahren versucht  Josef Roßmaier aus Rainertshausen mit photographischen Mitteln, reale Dinge und Ereignisse seiner Umwelt wie schichtweise „aufzumachen“, gleichsam das Anwesende aufzublättern, um bewusster wahrzunehmen.
In der analogen Bilderzeit geschah dies vor allem mit Makroaufnahmen. In der digitalen Photographie ergeben sich neue Möglichkeiten, dieses Thema zu erkunden und Wirklichkeit zu entbergen, bildhaft sich ihr anzunähern, ihre Schauseite als Tür zu betreten und die Objekte wie schrittweit ins Innen hinein zu begehen. Er sieht Bilder als durchgängige Gegenüber, Wände, die zum Aufdecken und Weitersehen drängen, zum Erkunden des Gegenstandes: Eine Weise des Erkennens, die Welt und Mensch zugänglicher macht.

Die Anbetung der Könige

Glasfenster Dom St. Peter Regensburg

Das mittelalterliche Medaillonfenster im Hauptchor des Domes St. Peter, gestiftet von Bischof Nikolaus von Ybbs (1313-1340), konzentriert sich in flimmernder Leuchtkraft auf wenige kräftige Farbtöne: Blau, Rot, Flaschengrün, Goldgelb, Lila, Aubergine und Weiß. Die oberste Zeile zeigt Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu: die Verkündigung an Maria, die Geburt Christi, die Anbetung der Könige und die Darbringung im Tempel.

Athoskreuz

AthoskreuzDer heilige Berg Athos ist eine orthodoxe Mönchsrepublik in Griechenland. Berühmt sind die Malerwerkstätten, deren große Tradition der Ikonenmalerei ins Hochmittelalter zurückreicht.
Das im Domschatz ausgestellte fein geschnitzte Kreuz zieren in Arkadenrahmungen sechs Szenen aus dem Leben Christi. Ursprünglich waren in den Kreuzbalken wohl Reliquien geborgen.

Joseph Altheimer (1860-1913)
Flügelaltar mit Szenen aus dem Leben von Albertus Magnus

Albertus Magnus Flügelaltar

Im Westflügel des gotischen Kreuzgangs im ehemaligen Dominikanerkloster St. Blasius führt eine Rokokotüre (1768) im alten Portal in den ehemaligen mittelalterlichen Hörsaal, der seit 1694 als Kapelle dem hl. Albertus Magnus geweiht ist. An der Stirnseite der Kapelle steht zwischen den Gemälden der Verkündigung (Spätrokoko) und der hl. Rosa von Lima mit Jesuskind (um 1730) ein neugotischer Flügelaltar von Georg Schreiner, von Stifterwappen bekrönt. In der Mitte thront Albertus Magnus im bischöflichen Gewand.

Zyklus der 14 Nothelfer

Zyklus der 14 Nothelfer

Das südliche Seitenschiff der gotischen Dominikanerkirche St. Blasius schmückt eine Wandmalerei, die jedoch durch den neugotischen Eingang zur Sakristei beschädigt wurde. Der um 1331 entstandene Fries bildet 14 Heilige ab.
Es ist einer der ältesten Zyklen der 14 Nothelfer. Regensburg hat mit dieser und einer weiteren Wandmalerei in der Minoritenkirche sowie einem Glasfenster im Dom die frühesten Bilddokumente für den Kult, der von Regensburg ausgehend im 14. Jahrhundert eine Hochblüte erlebte.  

Romanischer Leuchter

Romanischer Leuchter

Während des ganzen Mittelalters hindurch war Regensburg ein bedeutendes Zentrum der Goldschmiedekunst. Die Hauptstücke aus der Frühzeit – etwa das Giselakreuz oder der Einband des Uta-Codex – sind infolge der Säkularisationswirren nach München verbracht worden. Dennoch bezeugen die Werke, die sich in Regensburg erhalten haben, eine rege Produktion bis in die Barockzeit hinein.

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