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Heribert Krotter (*1941)
Das Himmlische Jerusalem

Krotter Januar

In der Bibel beschreibt der Evangelist Johannes eine kühne Vision, ein fernes Bild von der Wohnstadt Gottes im Himmel, dem Himmlischen Jerusalem. Diese Stadt mit Türmen und Toren ist erbaut aus Edelsteinen und Gold, ein einziges Leuchten.
Johannes versagen die Sinne, das Bild übersteigt seine Vorstellungskraft. 

Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen hier aufeinander. Die Vision der Himmelsstadt, jenes „Luftschloss“, ist so betörend und geheimnisvoll, dass alles Irdische dagegen klein und platt erscheint.
Krotters Kunstwerk „Das Himmlische Jerusalem“ verfolgt einen direkt entgegengesetzten Gedanken. Elektrische Verteilerplatten aus dem Computer, etwas Alltägliches aus unserer heutigen Welt, sind auf Goldgrund kunstvoll arrangiert.
Die silbrigen Platinen bilden eigentümliche Muster, schön wie Ornament, aber auch geheimnisvoll wie Spuren aus einer fremden Welt, fernab unserer menschlichen Vorstellungskraft.
Es ist die schier unfassbare Welt der Mikroelektronik, Faszinosum unserer hochtechnisierten, nahezu abgöttisch fortschrittsgläubigen Zeit, welcher hier mit Blick auf die großen Fantasien des biblischen Zeitalters künstlerisch der Spiegel vorgehalten wird.  (FF)

Das Himmlische Jerusalem
Platinen auf Holz
90 x 90 cm
2004

Im Rahmen des Projekts „Da-Sein in Kunst und Kirche“ zu sehen vom 19. Januar bis 20. März 2016 in der KHG-Kapelle, Weiherweg 6, in Regensburg, anschießend in der Kirche St. Georg in Hienheim (Neustadt an der Donau).

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