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Das Projekt "Da-Sein in Kunst und Kirche" bringt spannende Begegnungen von zeitgenössischen Werken und Gotteshäusern. In gotischen, barocken ebenso wie modernen Kirchenräumen fordern vielfältige Arbeiten – Aktionskunst, Installationen, Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen – heraus.

Für das Jahr 2019 konnten Künstlerinnen und Künstler gewonnen werden, sich im Rahmen des Kunstprojekts mit dem Thema „Das Dazwischen“ auseinanderzusetzen. Sie gingen auf die Suche, was sich zwischen schon und nicht mehr, Ende und Anfang, Tod und Leben, Dunkel und Licht verbergen mag.
Denn das „Dazwischen“ ist mehr als nur ein Zwischen-Raum oder ein Übergang zwischen zwei Orten, Zeitpunkten oder Zuständen. Es ist ein eigenständiger Ort, ein leerer Raum, der Karsamstag des Raumes. Immer zwischen den Dingen, immer in direkter Angrenzung zu etwas. Es ist da, ohne eigentlich etwas zu sein. Das Dazwischen ist oft schwer auszuhalten, doch birgt es auch die Chance des Neuanfangs oder des Aufbruchs.
An verschiedenen Orten im Bistum sind im laufenden Jahr diese Kunstwerke zu sehen:

Ein Gastbeitrag von Pfarrer Dr. Christoph Seidl

„Ihhh! Is ja voll eklig!“ Mit dieser Reaktion bei der Präsentation des Kunstwerks von Michael Merkel hatte ich – ehrlich gesagt – nicht gerechnet. Obwohl – so ganz von der Hand zu weisen ist es natürlich nicht: Zwei große Tafeln, bestehend aus einem Holzrahmen und einer Reihe von übereinander gewickelten Binden, wie man sie zum Verbinden von Wunden oder von Bandagen her kennt. Das Besondere daran: Jede dieser Binden wurde schon einmal von einem Menschen verwendet. Dementsprechend sind die einzelnen Stoffstreifen auch nicht mehr ganz weiß, sondern leicht verfärbt, rötlich, bräunlich, eben gebraucht. In ihren Fasern haben sich Spuren des menschlichen Lebens eingeprägt.

Im leeren Raum

Wie aus dem Nichts erscheint am rechten Bildrand ein angeschnittenes Gesicht, in leuchtendes Blau gehüllt. Blau ist seit jeher die Farbe der Weite, des Himmels und des Weltalls. Sie hat beruhigende Wirkung und drückt Sachlichkeit und Kraft aus.
Wer dargestellt ist, bleibt dem Betrachter verborgen. Wohin der Blick gerichtet ist, ist unklar, der Gesichtsausdruck lässt nichts erahnen. Er scheint in die Ferne zu schweifen, in den leeren Raum, in die Dunkelheit. Ins Nichts?

Das Dazwischen

Ausschlaggebend war eine Zeitungsmeldung über Scheidungsraten in München. Ich kann nicht mehr sagen, wie hoch diese damals waren, ich weiß nur, dass ich sie als zu hoch empfunden hatte. Der Mann steht ziemlich hilflos und unbeweglich (darum der Sockel bis zu den Knien). Die Frau mit

Schwebendes Kreuz
Zwischen Himmel und Erde

Ein dunkelblaues, scheinbar schweres, Kreuz liegt im Chor auf dem Boden.
Ca. 100 transparente Ballone sind auf dem Boden befestigt.

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