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Walter Zacharias (1919-2000)
Türen

Walter Zacharias Türen

Ein bedeutender Werkblock, über Jahre hin ein Kernmotiv des Schaffens von Walter Zacharias waren seit ca. 1983 die „Türen“.
Seine Türen verbinden, wie Werner Meyer schreibt, in ihrer Gegenständlichkeit wie in ihrer Bildhaftigkeit Geschichte (ihre soziale und kulturgeschichtliche Herkunft) und die Gegenwart eines Kunstschaffens, das Montage, Objektkunst und offen assoziiertes Umgehen mit Zeichen- und Bildhaftigkeit im Sinne der Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts zur Grundlage hat.

Björn Hauschild (*1959)
„Der Schrei des Bartimäus“

Der Schrei des Bartimäus Björn Hauschild

Im expressiven Werk des in Eisingen bei Würzburg lebenden Künstlers Björn Hauschild wird die biblische Erzählung des Evangelisten Markus, der Schrei des blinden Bartimäus aus Jericho (Markus 10, 46-52), Bild – in der Dramatik und Komposition der Collage aus Holzlatten, Stofffetzen, Binnenreliefs und Farben. Das explosive Aufbrechen und die Dynamik stehen für den Moment der Erkenntnis; das anfangs Chaotische geht in pure Freude über. Die 2004 entstandene Skulptur schwankt zwischen Bild und Objekt, die Öffnungen und Kanten verleihen dem sprechenden Kunstwerk eine besondere Plastizität.

Michael Triegel (*1968)
Gottes Wort

Triegel, Gottes WortFür die Ausstellung „Wirklich? Michael Triegel – Malerei und Arbeiten auf Papier“ im Diözesanmuseum St. Ulrich hat das Kartäuser Museum Tückelhausen bei Würzburg einen Altar-Entwurf für die St. Laurentius-Kirche in Ebern zur Verfügung gestellt, in dessen Mittelbild der Maler die Bekehrung Pauli dargestellt. Im geöffneten Zustand des Flügelaltars ist links die Steinigung des Stephanus, rechts die Auferweckung der Tabea durch Petrus angeordnet. Bei geschlossenem Zustand erkennt man eine Szene aus dem alten Testament: die Opferung Isaaks. Im Frühjahr 2006 war der Leipziger Künstler Michael Triegel beauftragt worden, im rechten Seitenschiff der katholischen Stadtpfarrkirche St. Laurentius zu Ebern in den Hassbergen anstelle eines abgebrannten barocken Kreuzaltares ein neues Seitenaltarretabel zu schaffen.

Gotische Hausmadonna

Gotische Hausmadonna

Die thronende Maria mit Kind lässt sich überzeugend einer bestimmten Stilphase der Regensburger Domwerkstatt um 1330/35 zuordnen. Das Bildwerk war ursprünglich eine Hausmadonna und mit der rückwärtigen Platte wandbündig eingemauert. Das betreffende Haus, im Kern mittelalterlich, gehörte ehemals zum Adeligen Damenstift Obermünster. Seit einem barocken Umbau stand die Skulptur in einer Außennische des Gebäudes, bis der heutige Besitzer diese bedeutende gotische Hausmadonna ins Museum gab und an deren Stelle einen Abguss anbrachte.

Michael Triegel (*1968)
„Persephone im Hades“

Prsephone im Hades Michael Triegel

Vor einer grünen Tapisserie sitzt eine Gliederpuppe, aufrecht in majestätischer Haltung, ihr hölzerner Körper in edlen Stoff gehüllt. Der bodenlange weiße Schleier wirft einen Schatten auf den Kopf ohne Gesicht. Die kantig gebogenen Finger der rechten Hand scheinen über einen Tierschädel auf ihrem Schoß zu streichen. Auf den Bohlen des Holzfußbodens liegt vor ihrem rechten, unter den in großzügigem Faltenwurf drapierten Stoffbahnen verborgenen Fuß ein aufgeplatzter Granatapfel.

Björn Hauschild (*1959)
„Kyrie Eleison“

Björn Hauschild kyrie Eleison

„Bei Hauschild stehen wir ... einem plastisch gestalteten Malwerk gegenüber, dessen Bildaussage über alle Grenzen hinausweist, sie gleichsam sprengt, um so die Sprache der Transzendenz wie auch deren Lichtschein durchdringen, durchbrechen zu lassen.

Die geistlichen, spirituellen Annäherungen des Künstlers laden ein, es ihm gleich zu tun: Sich einer erhofften oder geglaubten oder auch einer fremden Wirklichkeit auszusetzen, um dadurch das Ganze unseres Lebens erfahren zu können.

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