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Gert H. Meier (* 1948)
Großes Kreuz

Gert H. Meier, Großes Kreuz, Holz und BaustahlgitterZerschundene Holzbalken im Bauschuttcontainer lieferten den Impuls für dieses ergreifende Kunstwerk. Der brutale, wegwerferische Umgang mit Holz, einem kostbaren Werkstoff aus der Natur, wurde hier zur Parabel für den zerschundenen Christus in der Passion.

Das Holz ist aufgerissen und zersplittert, die Körperform sperrig und grob gezimmert, ein gemartertes Stück Natur, achtlos ausrangiert, aber vom Künstler aus Mitleid geborgen, neu zum Leben erweckt und den Menschen vor Augen gestellt: Ecce Homo! Seht welch ein Mensch! - oder auch: Seht, wie schonungslos der Mensch sein kann!
Doch der Künstler beließ es nicht dabei allein. Er barg dieses gemarterte Menschenwesen in einer Hülle, einem kreuzförmigen Überfangkäfig aus rostigem Baustahlgitter. Gefangen oder geborgen im Kreuz? Gefangen in der Brüchigkeit des Körperlichen, gleichzeitig aber auch Befreiung und Befriedung im abstrakten Kreuzsymbol. Filigran, lichtdurchlässig, federleicht wirkt dieses Kreuz, alle Schwere ist ihm genommen.   (FF)

Großes Kreuz
1990er Jahre, überlebensgroß
Holz, Baustahlgitter

Die Skulptur ist im Rahmen des Projekts „Da-Sein in Kunst und Kirche“  in der Passionszeit zu sehen in der Pfarrkirche St. Martin in Rötz (Lkr. Cham).

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