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"Schmerzensmann" von Walter Zacharias (1919-2000)

Walter Zacharias SchmerzensmannEin kleiner Kasten aus grob geschreinertem Holz, darin ein kopfgroßes Stück Baumstamm mit einem Kronreif aus einem alten Hanfseil. Zwei große Astanschnitte am Stamm schauen wie magische Augen aus der offenen Türe. Die Bauelemente dieses Objekts sind so einfach, dass von ihnen etwas Irritierendes ausgeht, aber im selben Zuge auch eine tiefe unterbewusste Faszination.

"Der Gute Hirt" von Johannes Potzler (*1957)

Der gute Hirt PotzlerIn der Figur des Guten Hirten sind im Verlauf der Zeit vielschichtige Bezüge und Traditionen verschmolzen: die uralten Vorstellungen vom Hirten als König, mythologische Gestalten und Tugend-Personifizierungen der Antike und die reichen Überlieferungen des Alten wie des Neuen Testaments. Dem Höhepunkt des Hirtenbildes im 10. Kapitel des Johannesevangeliums mit seiner Vergegenwärtigung des Todes (Joh. 10,11) und Verheißung ewigen Lebens (Joh. 10,28) kann man im Sinne der typologischen Betrachtung die großartige Schau des Propheten Ezechiel (Kap 34) zur Seite stellen, die die Metaphorik des Evangelisten vorwegnimmt und in eine Vision des messianischen Reiches mündet.

Noli me tangere (lat.: Berühre mich nicht)

Noli me tangere

Christus weist diesen Spruch am Ostermorgen an Maria Magdalena, die zum Grab gekommen war und es leer fand. Sie informierte Petrus und kehrte mit ihm und zwei anderen Jüngern zur leeren Grabstätte zurück. Nachdem sie Petrus und die Jünger von der Richtigkeit der Nachricht überzeugt hatte, verließen diese den Ort. Allein blieb Maria Magdalena zurück.

Selbstporträt Martin von Feuerstein mit Christuserscheinung

Selbstbildnis Martin von Feuerstein

Das Selbstporträt Feuersteins dürfte den gerade ernannten Akademieprofessor zeigen, dessen Selbstbewusstsein im Bild Ausdruck erhält. Der Auferstandene stellt die Arbeit des Lehrers für religiöse Malerei unter seinen Schutz. Der Lehrer selbst erhofft sich dieses hohe Patronat für seine zukünftige Arbeit, ein hoher Anspruch, den der Maler bereit ist zu erfüllen. Christus soll Inspirationsgeber sein, soll das Schaffen des Künstlers begleiten, beschützen und Legitimation geben.

"Torso" von Rudolf Koller

Torso von Rudolf Koller

Im "Torso" des Regensburger Künstlers Rudolf Koller (*1942) zeigt sich Christus auch ohne Kreuz als ein Gekreuzigter. Der ausgezehrte Leib wirkt geschunden, die Haut schrundig und aufgerissen. Und dennoch erscheint die Gestalt in ihrer straffen Aufgerichtetheit und stillen Würde wie innerlich gefestigt, keineswegs niedergedrückt. Vielmehr wirken die steil abhebenden Armstümpfe wie Ansätze von kraftvollen Flügeln.

Einzug Christi in Jerusalem (1220 - 40)

Das prächtige spätromanische Relief stellt szenisch reichhaltig den Einzug Christi in Jerusalem dar. Versatztechnik und Quaderverband bezeugen, dass es sich um den originalen Platz des lombardisch beeinflussten Steinmetzwerks am Portal handelt, welcher auch durch das Thema selbst naheliegt. Auf dem rechten, quadratischen Block erscheint auf einem Esel reitend der segnende Christus. Auf dem länglichen Mittelblock finden zwei Gestalten Platz, die ihre Mäntel vor dem Heranreitenden auf dem Boden ausbreiten. In ihrem Rücken blickt aus einer Baumkrone mit großformigen Palmblättern ein Mann, der an Zachäus denken lässt, neugierig Jesus entgegen. Der linke quadratische Block trägt eine monumentale Stadttor-Architektur, vor der eine Mutter mit ihrem Kind den Kommenden mit einem Palmzweig, dem Symbol des siegreichen Königs, erwartet. Der Einzug Christi wird somit zu einem Analogie-Bild zum Eintritt in die Kirche durch das Portal.

Kalksteinrelief, Ainau, St. Ulrich, Hauptportal, H 46 cm, B 165 cm

Foto: Anton Brandl

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