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© Lukas Sünder

Sünders Tuch aus Fallschirmseide thematisiert den Aspekt von räumlicher Energie in seiner thermodynamischen, spirituellen und politischen Dimension.
Auf einer Fläche von 4,5 x 7 m zeigt es die Feldlinien eines typischen Dipol-Kraftfeldes in idealisierter Form. Die Feldlinien dehnen sich bis ins Unendliche aus, was den Titel des Tuches erklärt. Ein Dipol-Kraftfeld entsteht typischerweise zwischen zwei elektronischen oder magnetischen Polen.

Übertragen auf die Kirche St. Andreas wird die Spannung und Energie, die sich zwischen zahlreichen Gegensätzen ergeben, sichtbar gemacht. Unsichtbare Energien des Raumes und des Glaubens wie z.B. Heiliges-Profanes, Gott-Mensch, Diesseits-Jenseits, Anabase-Katase, Individuum-Kollektiv oder auch Frage-Antwort werden auf diese Weise erkennbar.
Die Tradition der Fastentücher reicht bis ins Mittelalter. Während der Passionszeit werden der Altar und bildliche Darstellungen Jesu mit einem Fastentuch verhüllt. Auch Hungertuch, Palmtuch, Passionstuch oder Schmachtlappen genannt, dient es den Gläubigen dazu, sich im Gottesdienst ganz auf das gesprochene Wort zu konzentrieren und sozusagen mit den Augen zu fasten.

Vom Aschermittwoch, 22. Februar, bis zum Karfreitag, 7. April 2023, verhüllte das Fastentuch des Künstlers den Altarraum der Kirche St. Andreas in Regensburg-Stadtamhof.

4,5 m x 7 m
Fallschirmseide
2023
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