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Peter Liebl (*1946)
Madonna mit Monden

In den Werken von Peter Liebl sind wir frontal mit den dargestellten Personen konfrontiert. Statisch verharren sie im Gegenüber mit eindringlich gemalten Augen, die unseren Blick halten. Aber wer schaut mich an? Bei aller Stilisierung ist auf den ersten Blick klar – es sind Madonnen, Engel, der Gekreuzigte. Oder doch nicht? Sind es Gesichter von Frauen und Männern, denen wir ebenso auf der Straße begegnen könnten? Dieses Dazwischen fasziniert.


Peter Liebl übersetzt Ikonen, die Kultus- und Heiligenbilder der Ostkirchen, in zeitgenössische Kunst. Der sakrale Inhalt wird durch eine maximale Frontalität betont. Statik und Symmetrie dominieren. Das Licht strömt von den Gesichtern aus, es kommt aus dem Inneren. Der Maler öffnet das Fenster zur himmlischen Wirklichkeit in seinem ganz eigenen reduzierten und damit so intensiven Stil neu. Alles ist konzentriert auf das Wesentliche. Er stellt individuelle Personen dar und malt sie zweidimensional als Abbild uns vertrauter Menschen der Heilsgeschichte.
Die Bilder fordern heraus, in den gesehenen Menschen fragend, suchend hineinzublicken – und ein Ich zu erahnen, das selber göttlich ist. Der Künstler verweigert in seinen Arbeiten den voyeuristischen Blick von der Seite, wir müssen uns seinen Bildern – gegenüber – stellen. Peter Liebl schafft und schafft es, dass zwischen seinen Madonnen und dem Betrachter eine starke zwischenmenschliche Verbindung entsteht – Blickkontakt mit dem Himmlischen.
(Dr. Maria Baumann)

Madonna mit Monden | 2018 | Öl | Leinwand

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