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Albrecht Dürer (1471-1528)
Die Philosophie

Duerer Mai

Die Philosophie in Gestalt einer Frau (philosophia) sitzt mit drei Büchern in der rechten Hand und einem Szepter in der linken auf einem Thron. Vor ihr hängt ein Stoffstreifen mit sieben griechischen Buchstaben zwischen einem Phi und einem Theta, die für die sieben artes liberales – die einem frei geborenen Mann angemessenen Künste –

stehen (die Reihenfolge von unten nach oben: Grammatik, Logik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik). Die Darstellung ist umgeben von einem Pflanzengebinde. Dieses trägt vier Medaillons mit den halbfigurigen Portraits von Ptolemäus, Plato, Cicero/Vergil und dem Dominikanergelehrten Albertus Magnus. In den vier Ecken sind die Personifikationen der vier Winde dargestellt, die die vier Temperamente versinnbildlichen. Zwei kleine Gedichte des Konrad Celtis ergänzen das Programm. Als literarische Vorlage für das gesamte Motiv diente die Schrift „De consolatione philosophiae“ von Boethius.

Albrecht Dürer, Die Philosophie
kolorierter Holzschnitt, 1502
aus: Conrad Celtis' 'Quatuor Libri Amorum'
in: Romanae urbis regionum descriptio. Hieronymi Pauli
Barcinonensis de Hispaniarum fluminibus et montibus
libellus [u.a.], scripsit H. Schedelius, 16. Jahrhundert.
Bayerische Staatsbibliothek München, Clm 434, nach fol. 42

Ab 11. Mai 2016 zu sehen in der zentralen Ausstellung zum 800-jährigen Jubiläum des Dominikanerordens „Mehr als Schwarz & Weiß“ in der Regensburger Dominikanerkirche St. Blasius.

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