0941 / 597-2530 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Obermünsterplatz 7 - 93047 Regensburg

Eduard Winklhofer (*1961)
„Ohne Titel“

Eduard Winklhofer, Ohne Titel 2014 39 Koffer, 13 Flaschen, davon 5 mit Flüssigkeit und Stoff  H 240 x B 410 x T 40 cm. Foto: Gerald Richter

Eduard Winklhofer, geboren in Voitsberg in der Steiermark, studierte ab 1980 in Perugia (I) an der Accademia di Belle Arti Pietro Vanucci und machte 1984 seinen Abschluss in Malerei bei Prof. Nuvolo. Winklhofer hatte engen Kontakt zu den Hauptvertretern der Arte povera und war von 1994 bis 1999 Assistent bei Jannis Kounellis an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Sein Werk zeigt er in Ausstellungen und Bühnenproduktionen, bisher u.a. in Düsseldorf, Moskau, Berlin, München, Graz, Mailand und Rom. Eduard Winklhofer erhielt Stipendien und Preise, u.a. 2005 den „Premio David di Michelangelo“. Er lebt in Düsseldorf und Sansepolcro (I).
In seinen Arbeiten wiederholen und begegnen sich vertraute Gegenstände in neuen Zusammenhängen und Kombinationen. Sie wecken Assoziationen auf verschiedenen Ebenen. Als erstes sind sie jedoch strenge Installationen bzw. Skulpturen im Raum, in Spannung und Gleichgewicht, die mit ihren existentiellen Überlegungen auf unsere ‚conditio humana‘ verweisen.
Über sein für die Ausstellung „Geburt und Tod und das Dazwischen“ geschaffenes Werk, bestehend aus 39 Koffern mit Molotowcocktails und dem ausgeschnittenen Schriftzug „ECHO“, schreibt Winklhofer selbst: „Die Molotowcocktails wurden von der sowjetischen Bevölkerung verwendet, um gegen die deutsche Wehrmacht eine Waffe der Verzweiflung anzuwenden. Eine Waffe der Verzweiflung in einem anscheinend aussichtslosen Kampf sind sie geblieben. Zusammen mit den Koffern berühren sie die Wunde von Emigration und Revolte.“ Er tut damit die politische und ethische Dimension seiner Kunst dar, die auf Seiten der Schwachen steht. Zugleich ist diese Arbeit eine klare Komposition aus Koffern und mit dunkler Flüssigkeit gefüllten Flaschen, die die Schönheit niederländischer Stillleben evoziert. Die stille Revolte der Dinge und die falsche Realität sprengende Wirkung der Kunst geben dem Echo der Erinnerung Raum.    SB

Ohne Titel
2014
39 Koffer, 13 Flaschen, davon 5 mit Flüssigkeit und Stoff
H 240 x B 410 x T 40 cm

vom 23. Mai bis 8. Juni zu sehen im Refektorium des ehemaligen Klosters St. Klara, Ostengasse,  in der Kunststation „Geburt und Tod und das Dazwischen. Perspektiven auf das Menschsein“

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.