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Manfred Sillner (*1937)
„Die Dame kommt gleich wieder“

Manfred Sillner, Die Dame kommt gleich wieder! II, 2006/2007

Eine gelungene Synthese von realistischer Anschauung und Phantasie rühmt der italienische Gelehrte Gregorio Comanini 1591 im Werk eines großen Manieristen: „indem er die Bilder der von ihm erschauten fassbaren Dinge zusammensetzt, macht er seltsame Capricen daraus und Idole, die nicht mehr von der Kraft der Phantasie erfunden sind, und das, was unmöglich zu vereinigen scheint, fügt er mit großem Geschick zusammen und läßt das daraus werden, was er will.“

Ernst Hingerl (*1945)
"Faulenzer"

Ernst Hingerl, Faulenzer, 2012, Holz geschwärzt, ca. 7 m

Ernst Hingerl, der Bildhauer, sucht seine Objekte nicht – sie suchen ihn. Alltägliches und Wertloses gewinnt im Auge des Künstlers an Bedeutung und manifestiert sich in Arbeiten von archaischer Einfachheit und Größe. Im Schaffensprozess wird die Kettensäge zum verlängerten Arm des Künstlers. Mit großer Leidenschaft entreißt Ernst Hingerl die Gegenstände der Bedeutungslosigkeit und rückt sie ins Zentrum unserer Existenz.

Stefan Winkelhöfer (*1977)
Via crucis

Stefan Winkelhöfer, Aderngeflecht, Pigmentdruck, 100 x 72 cm, aus der Serie Via crucis

Spurensuche nennt der Künstler sein Werk, und das Kreuz begleitet ihn auf seinem Weg zwischen Licht und Dunkelheit. Der Spurensucher heißt Stefan Winkelhöfer und seine neue fotografische Herausforderung heißt „Via Crucis“. Auf 64 Seiten finden sich im gleichnamigen Buch 40 meditative Bilder zum Thema Kreuz (Stefan Winkelhöfer/Harald Grill: „Via Crucis – Augenblicke zwischen Licht und Dunkel“, Verlag Sankt Michaelsbund, München, ISBN 978-3-939905-75-2).

Josef Wittmann (1880-1968)
Pfingstreiterfresken in Bad Kötzting

In über 75 Josef Wittmann, Fresko mit der Darstellung des zeitgenössischen Pfingstritts in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Bad KötztingKirchen erinnern seine Fresken und Altarbilder an ihn: Josef Wittmann (1880-1968) war Kirchenmaler des Neubarock. Er erhielt auf Betreiben des örtlichen Pfarrers seine Ausbildung in der königlichen Kunstgewerbeschule in Nürnberg. An der Akademie der Bildenden Künste in München studierte er bei den Professoren Johann Caspar von Herterich, Hugo von Habermann und bei seinem wohl wichtigsten Lehrer Martin Feuerstein (später Martin Ritter von Feuerstein).

Prunkkelch

Prunkgarnitur

Der prachtvoll gestaltete Kelch gehört zu einer ausgestellten Prunkgarnitur mit Platte und Messkännchen. Er trägt am Nodus (Knauf) das Wappen und Monogramm des Abtes Albert Hausner von Waldsassen (1690-1710): F.A.WA.A. (Frater Albertus Waldsass. Abbas 1691). Albertus hat vermutlich die Prunkgarnitur zu seiner Abtsweihe in Auftrag gegeben. Sie blieb im Kloster Waldsassen bis zur Säkularisation, als in den Jahren 1801 und 1803 fast alle Kirchenschätze der Abtei verkauft wurden. Wir wissen nicht, wohin die Garnitur dann gelangte. Sie taucht erst 1857 wieder auf, als sie von einem Geistlichen dem Domschatz übergeben wird.

Johann Joseph Zoffany (1733–1810)
Männerstudie

Zoffany Studie eines Maennerkopfes

Johann Joseph Zoffany: englischer Maler. Geboren in Frankfurt als Sohn des Kabinettmachers und Hofbaumeisters des Fürsten von Thurn und Taxis. Ab 1748 in Regensburg – die Thurn undTaxis verlegten ihre Residenz hierher –, wo Zoffany Schüler des Regensburger Malers Martin Speer (1702–1765) wurde. 1750 Studium in Italien bei Raphael Mengs, anschließend Hof- und Kabinettmaler in Trier. Ab 1760 in London, von 1783–1790 in Ostindien. Zoffany gilt als Mitbegründer der Royal Academy in London und zählt neben Sir Joshua Reynolds und Thomas Gainsborough zu den bedeutendsten englischen Bildnismalern seiner Zeit.