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Kunstsammlungen des Bistums Regensburg


Ziel ist es, mit dem Depotneubau ein Kompetenzzentrum für die Bewahrung, Erschließung und Vermittlung des kulturellen Erbes zu errichten. In einem Gesamtkonzept aus Baukörper, Gebäudequalität, Facility Management, Lagerhaltung, Funktionalität und Sicherheit werden geeignete präventive konservatorische Bedingungen für den Schutz und die Präsentation von Museumsgut geschaffen, mit durchdachten Organisations- und Funktionsabläufen im Gebäude optimierte Voraussetzungen für Objekterschließung, Leihverkehr, Ausstellungsvorhaben, die Neupräsentation der Schausammlung sowie die Forschung hergestellt.

Die Kunstsammlungen des Bistums Sammlung umfassen nach derzeitigem Stand rund 1.450 Gemälde, knapp über 1.000 Plastiken und Skulpturen, rund 25.000 Grafiken und Zeichnungen, rund 2.500 Objekte der Volkskunst, rund 400 Gold- und Silberschmiedearbeiten, über 1.000 Paramente, über 200 Möbel, Objekte der Kirchenausstattung (historische Beichtstühle, Kanzeln, Tabernakel etc.), Musikinstrumente, Altäre sowie Architekturteile aus Stein. Die Objekte bezeugen das historische Erbe aus vielen Jahrhunderten vom frühen Mittelalter bis zu zeitgenössischen Werken internationaler Künstler.

Das Depot mit seinem überregionalen Sammlungsbestand der kulturellen Geschichte und ihrer Wandlungen ist die Basis für eine qualitative Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit der Museen des Bistums Regensburg. Neben der Ausstellungstätigkeit als einer Kernaufgabe der kirchlichen Museen sieht sich die Diözese gleichwertig dem Sammeln, Erforschen und Bewahren wertvoller Kulturgüter verpflichtet. Der Fachbereich Kunst- und Denkmalpflege unterhält mit dem Neubau ein Museumsdepot als unentbehrlichen Material- und Wissenspool für gegenwärtige und künftige Forschungsarbeit. Die Provenienz der Objekte liegt in den Kirchen des Gebiets der Diözese, wobei durch historische Verbindungen auch Stücke aus vielen Ländern durch Ankauf, Schenkung oder Leihgaben in den Besitz der Kunstsammlungen gekommen sind.

Die Einrichtungen der kirchlichen Museen in Regensburg gehen auf den Kirchlichen Kunstverein für die Diözese zurück, gegründet 1854 zur Förderung und Erneuerung der kirchlichen Kunst. 1979 wurde das Ökonomiegebäude des Damenstiftes Obermünster, ein spätmittelalterliches Gebäude, als Diözesandepot mit Sonderausstellungsräumen, Werkstätten und Verwaltung eingerichtet. Ab 1981 wurde dort die erste Dauerausstellung der Kunstsammlungen des Bistums gezeigt. Die historischen Gebäude genügen nicht mehr den aktuellen Anforderungen des Brandschutzes und des konservatorischen Schutzes für Kulturgut.

Die präventive Konservierung und Restaurierung trägt im neuen Depot wesentlich zum Bewahrungsauftrag für die Kulturgüter bei. Durch eine wissenschaftliche Bearbeitung durch eigene Mitarbeiter und in Kooperation mit der Universität Regensburg werden die Artefakte der Glaubenskultur zukünftig noch intensiver erschlossen. Damit besteht eine dauerhafte Verfügbarkeit einer aussagekräftigen und ausstellungsfähigen Sammlung, deren Objekte von Kulturinstitutionen im In- und Ausland für Ausstellungen angefragt werden. Auch dies unterstreicht den gesellschaftlichen Wert der Werke in den Kunstsammlungen des Bistums.  Diese werden für die künftigen Generationen bewahrt.
Um die Zukunftsfähigkeit des neuen Zentraldepots zu gewährleisten, wurde ein auf den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre basierender Zuwachs berücksichtigt, der die fachgerechte Bewahrung des Sammlungsgutes in den kommenden 30 Jahren gewährleisten soll.

 

Bischöfliches Zentralarchiv

Die Unterlagen der Zentralverwaltung des Bischöflichen Ordinariates bilden neben denen des Domkapitels einen Kernbestand des Bischöflichen Zentralarchivs. Daneben befinden sich im BZAR über 200 Pfarrarchive, für die es im Rahmen seines Auftrags zur Archivpflege zuständig ist, sowie die Überlieferung von Diözesanverbänden wie der Caritas und herausragender Persönlichkeiten der Diözesangeschichte wie z. B. die Nachlässe der Bischöfe Johann Michael Sailer (1751–1832), Ignatius von Senestrey (1818–1906) und Michael Buchberger (1874–1961). Des Weiteren bewahrt das BZAR die Überlieferung von Klöstern und Stiften auf (u. a. der Kollegiatstifte Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle und St. Johann sowie Teile des Archivs des Schottenklosters St. Jakob).

Das BZAR verwahrt Archivgut ersten Ranges, das von Wissenschaftlern der unterschiedlichsten Disziplinen (Kirchengeschichte, Bayerische Landesgeschichte, Kunst-, Geistes- und Sozialgeschichte) nachgefragt wird. Aufgrund des universellen Charakters der katholischen Kirche reicht der Wert des im BZAR befindlichen Archivguts speziell bei kirchen- und geistesgeschichtlichen Untersuchungen zugleich weit über die Grenzen des Bistums Regensburg, Bayerns und Deutschland hinaus. Durch die Aufbewahrung der Kirchenbücher sämtlicher Pfarreien in der Diözese aus der Zeit vor der Einführung der Standesämter in Bayern 1876 erzielt das BZAR außerdem eine bedeutende Breitenwirkung: Familien- und Heimatforschung, die überwiegend von ambitionierten Laien betrieben wird, sind ohne diesen Quellenschatz nicht denkbar.

Das geplante Archivdepot dient dem BZAR in erster Linie als Erweiterung der Magazinflächen am Standort St.-Peters-Weg 11–13 in Regensburg. Hier soll vor allem die umfangreiche schriftliche Überlieferung der Pfarreien des ganzen Bistums eine neue Heimat finden.

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