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Die vier Urelemente der sichtbaren Welt: Wasser, Erde, Feuer Luft – in Gestalt von hoch aufgeschossenen menschenartigen Wesen. Wie mächtige Säulen stehen sie da. Ihr Leib ist aus klobigen Trommelstücken übereinander getürmt, mit scharfgezackten Fugen und in der Außenhaut tief zerfurcht, wie die Rindenhaut uralter wettergegerbter Baumstämme.
Blau steht nicht nur für das Wasser. Der antike Dichter Pindar schwärmt auch von der „Bläue der Erde“. Und auch wir Heutigen kennen das Bild der blauen Erde von Aufnahmen aus dem Weltall. Rostrot steht naturgemäß für das Feuer. Die weißlich farblose Stele steht für die Luft.
Die vier Stelen sind aus Lehm geformt, dem Urstoff des Menschen in der Schöpfungsgeschichte. Ihre Gestalt steckt größtenteils noch in Formlosigkeit, doch scheint es, als wären sie gerade dabei, das Chaos der Urmaterie abzustreifen, sich zu verfestigen und in Klarheit emporzusteigen. Und oben bricht sich das Menschengestaltige Bahn. Kopf, Hals und Schultern sind frei und geglättet, nicht nur im Umriss. Das Innere jedoch bleibt verschattet, keine Augen, kein Mund, kein bestimmtes Gesicht. Menschenbilder, in ihrer verknappten Form eigentlich wieder auf die Urformen zurückverdichtet. Es sind allgemeingültige Symbolgestalten für den Menschen als Kern der Schöpfung, in welchem die vier Urelemente vereint sind. (FF)

H 280 cm / 220 cm
Keramik
2015

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