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Geburt, Tod, dazwischen

Der Kreis aus Asche als Symbol für den ewigen Kreislauf aus Werden und Vergehen.
Dazwischen
der Fußabdruck eines Menschen als Symbol für das Leben.

"Geburt, Tod, dazwischen" ist ab dem 24. Februar 2020 in der Stiftsbasilika Waldsassen zu sehen.

Bodeninstallation
Material: Asche, Blattgold
Durchmesser ca. 250 cm (variabel)



ASCHENGOLD

Immer gibts Asche, es brennt ja in der Welt, die Welt brennt.

Sie wird also Asche und was nicht brennt, fällt zu Staub.
Aus Staub ist der Mensch und wird wieder zu Staub.
Und verweht. Dann, irgendwann, wie eben Staub.
Selbst wenn er glänzte im Gold.
Er verstaubt und verascht, Tod wird nicht Gold.
Aus Asche wird niemals das Gold.
Goldleer auch jene von Mensch.
Der ist dann wertlos, heißt es sehr schnell.
Auch wenn er viel galt zu seiner Zeit
und im Fleisch voller Geist.

Man sagt, er ist Asche und Staub. Trotz massenhaft Gold.

Aber vielleicht liegt in der Asche noch Gold?
Und man schart´s aus.
Und hat Gold.
Und hat dennoch verspielt.
Man hat ja nur zeitkurz das Gold: Nur bis Asche aus Tod.

Denn keiner ist Gold. Wer wär schon goldwert und goldlang?

Gold ist brandzäh. Es bleibt liegen im Brand,
es hält die Glut aus,
es übersteht und glänzt auf und gilt neu,
es ist nicht zur Asche verhitzt.
Nicht Asche das Gold.
Es zeigt Spuren von dem, was einst war, das zur Asche verdarb.
Es bleibt Gold.

Gold verascht nicht. Und vergeht doch, es verbleicht.
Am Ende ist Nichts. Auch Gold nicht mehr da.
Selber weg. Ohne Spur. Wie verzischt.

Weg? Alles weg? Selbst das Gold und sein Wert. Und der Mensch?
Mehr wert als jegliches Gold ist der Mensch, heißt es auch:
Der Mensch, der viel eher verglüht als das Gold:
Er gilt mehr. Er ist Mensch und er lebt. Der Mensch liebt.
Er macht was aus Gold. Und verascht doch. Der Mensch stirbt.
Er ist tot - wie auch Gold.
Er ist nicht einmal Gold. Asche ist er. Und Asche wird nicht zu Gold.
Gold hält viel aus und glänzt lang. Es ist aber tot und verliert mal den Wert.

Doch der goldleere, tote Mensch lebt. Er bleibt anders als Gold. Noch im Tod.
Er ersteht. Verwandelt ist er in GOTT. Er setzt Spuren in aschigen Staub:
Gottes Spuren und Bild und Realität. (J. Roßmaier)

 

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