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Ausstellung vom 30. Juni bis 3. Oktober 2006
im Kapitelhaus am Domkreuzgang

Tu es Petrus


Petrus, der Zweifler und mutige Bekenner, der Patron der Stadt Regensburg und ihrer Bischofskirche, Petrus, der erste Bischof von Rom und erste Papst: Er stand im Mittelpunkt einer Ausstellung in Regensburg. Im Jahr des Besuches von Benedikt XVI. zeigten die Kunstsammlungen des Bistums im Kapitelhaus am Domkreuzgang Bilder des Apostelfürsten aus zwei Jahrtausenden.

„TU ES PETRUS“ ließ das Motiv in seiner Vielfalt entdecken – vom Figürchen der Antike über mittelalterliche Buchmalerei und prachtvolle barocke Ölbilder bis zur zeitgenössischen Installation, vom sechs Zentimeter großen Einlegebildchen mit ornamentalen Goldrand bis zum 2,75 Meter hohen Altargemälde.

 

Petrus ist der erste Heilige, der in der Kunstgeschichte an seinem individuellen Attribut erkennbar ist; die Petrusschlüssel wurden zum Stadtwappen von Regensburg, das Schifflein Petri ist Wappen des Regensburger Domkapitels. Rund 100 Mal ist der Patron im Dom St. Peter dargestellt. Und die Ausstellung zeigte, dass die gotische Kathedrale einst farbenprächtig ausgestaltet war. Unter einem strahlend weiß getünchten Gewölbe mit bunten Sternen standen die reich bemalten Steinbildwerke. Erstmals konnten die ursprünglichen Farbfassungen wieder erschlossen werden – zu sehen im Titelmotiv der Ausstellung, dem „blauen Petrus“, eine Computersimulation, in der erlebbar war, wie die Menschen des Mittelalters den Heiligen im Dom sahen.

Über 50 Exponate zeigten, wie sich die Begegnung mit dem Apostelfürsten ebenso wie Skulptur und Malerei durch die Jahrhunderte gewandelt hat. In drei Ausstellungsräumen: Unter anderem ein Goldglas mit der Darstellung der beiden Apostelfürsten aus dem 4. Jahrhundert, eine Federzeichnung auf Pergament aus einem Klosterskriptorium um 1200, mittelalterliche Münzen, Urkunden und Pilgerzeichen, Kupferstiche aus dem 16. Jahrhundert, barocke Votiv- und Schreinbilder, eine Monstranz und eine Statue Petri als Papst aus Zinkblech vom Dachfirst des Domes aus dem 19. Jahrhundert, eine Bronzestatue des büßenden Petrus von 1947 und ein „Petrusschiff“ von 2006.

Besonders sehenswert war der Ort der Ausstellung: Das Domkapitelhaus am Domkreuzgang mit seinen reichen Wand- und Deckenmalereien aus dem 17. Jahrhundert wurde für diese Präsentation geöffnet. Die Ausstellung lud zu weiteren Besuchen auf den Spuren der Petrusbilder ein: Interessante Skulpturen des Apostels sind sowohl im benachbarten Dom wie auch im Museum St. Ulrich und im Domschatz zu finden.

Ein Begleitkatalog ist erschienen im Verlag Schnell und Steiner (ISBN-10: 3-7954-1908-5, ISBN-13: 978-3-7954-1908-0)

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