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Ausstellung vom 16. Juli bis 1. August 2004
Museum Obermünster

Einhundert Jahre Künstler aus Metten

22 Künstler verbindet ein Ort: das Gymnasium der Benediktinerabtei Metten. Dort haben sie nicht nur die Schulbank gedrückt, sondern auch ihre ersten

zeichnerischen Erfahrungen gemacht. Der Bogen der Ausstellung spannte sich weit von Exponaten von Josef Achmann, der zum Abiturjahrgang 1903 gehört und zusammen mit Georg Britting die expressionistische Kunstzeitschrift "Die Sichel" herausgab, bis zu Anna Hochleitner, die erst 2002 das Abitur in Metten abgelegt hat. Ebenso unterschiedlich ist ihr Schaffen. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, gegenständliche und

abstrakte Werke sind verbunden mit den individuellen Lebensgeschichten der Menschen, die ihre ganz eigenen Wege zur Kunst gingen und denen das Atelier zur Passion wurde.

Ab 1830, dem Jahr der Wiedererrichtung des Klosters Metten, bauten die Konventualen auf Wunsch Ludwig I. zunächst eine Lateinschule und in der Folge ein Gymnasium auf. Die Ausstellung "Einhundert Jahre Künstler aus Metten" zeigte anlässlich des Studiengenossenfestes 2004, dass Metten darüber hinaus in Vergangenheit und Gegenwart eine ganz eigene Motivation zu künstlerischem Schaffen birgt. Die Werke von Malern wie Alfons Maria Bauer und Rudolf Rauch belegen dies ebenso wie die Werke von Rudolf Koller, Arthur Pfleghar und die Skulpturen von Jochen Michel. Es finden sich Exponate etablierter Profis ebenso wie Arbeiten von Menschen, die mit ihrer Kunst einfach ihr Leben bereichern.

Die Benediktinerabtei Metten und Kunst - die Geschichte dieser fruchtbaren Verbindung reicht ins 19. Jahrhundert zurück. Der Schüler von Pater Ildephons Lechner, Georg Dengler (1839-1896), war in Regensburg Domvikar und Kunstreferent des Bistums. In dieser Zeit war auch Frater Lucas Schraudolph (1817-1863), der Bruder des Historienmalers Johann von Schraudolph - er gestaltete die Fresken der Allerheiligenhofkirche München und den Dom zu Speyer - in Metten und Edelstetten als Maler tätig. 1854 gründeten Abt Gregor Scherr und Bischof Valentin von Riedel in Metten den kirchlichen Kunstverein für die Diözese Regensburg.

"Einhundert Jahre Künstler aus Metten": Die Bilder und Skulpturen verrieten in ihrer Unterschiedlichkeit, in der sie im Museum Obermünster in einer neuen Nähe nebeneinander standen, etwas von der Vielfalt der Menschen und ihrer Biographien. Sie faszinierten in der Individualität künstlerischen Ausdrucks von Talenten und Perspektiven auf die Welt. Sie ließen zu, an dem persönlichen Reichtum von Gefühlen und dem Spielraum der Phantasie teil zu haben.

 

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