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„COR“ - ein Herzensprojekt: Der Künstler Wolfgang Grimm starb im September 2007 an verbranntem Herzen.
Den Tag hatte er selbst festgelegt, mit 48 Jahren war seine Lebenskraft versiegt. Von früher Jugend an ein künstlerischer Heißsporn, immer rastlos, überquellend vor Ideen, genial, aufrührerisch, so lebte er, und so ist er gestorben. Man sagt, seine Lebensflamme brannte von zwei Seiten, vom An­fang und vom Ende her.
Bin sofort zurück! Wolfgang“, so hieß seine letzte Botschaft auf einem Zettel an der Ateliertür im „GRAZ“, einer illustren Kunstburg in der unkraut­überwucherten Gleislandschaft des stillgelegten Regensburger Güterbahnhofs.
„COR“, das Projekt mit den Herzen, lag da schon gut 10 Jahre zurück, war ein Stück gelebter, überstan­dener Vergangenheit, eine schwere Zeit, als Wolf­gang Grimm noch mitten im Leben stand und von Liebeskummer fast zerrissen wurde. Doch das Herzthema ließ ihn nicht mehr los, nach einer Todeskrankheit wurde es zum Symbol für sein ganzes Leben.
18 gleich große Herzbilder, dazu einige in riesigem Format, und eine Reihe plastischer Objekte bezeu­gen den wilden Herzschlag einer durch und durch aufgewühlten Künstlerexistenz. Es ist eine An­sammlung zutiefst gemarterter Herzen, unter­schiedlich stark ins Dunkel und ins triefende Blut getaucht, nur wenige mit Spuren von ein bisschen Wärme und Licht. Die Herzformen sind in Aufruhr, scheinen ungestüm zu pulsieren, und es ist zu fürchten, wie der Künstler zu Lebzeiten selber mal sagte, dass sie dereinst explodieren.
Wer wird die Geschichte der Tränen schreiben?“- das steht handschriftlich unter jedem dieser Herz­bilder. Das schonungslose, offene Eingeständnis des Leids ist dem Künstler ergreifend anschaulich zu einer Herzensangelegenheit geworden.