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Podiumsdiskussion: Wie fromm muß kirchliche Kunst sein?

„Wie fromm muss kirchliche Kunst sein?“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion im Museum Obermünster. In den Räumen der Ausstellung „Skulptur – Malerei – Zeichnung“ nahmen daran Generalvikar Michael Fuchs, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für Kunst, Pfarrer Ernst Reichold, Kunstbeauftragter des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Regensburg, die Regensburger Malerin Astrid Schröder und der Langquaider Bildhauer Alfred Böschl teil. Generalvikar Fuchs lud die Künstler ein, im Ringen um die aktuelle Darstellung der Schönheit des Glaubens nicht nachzulassen. Der Glaube biete ihnen eine große Freiheit. Die christliche Kunst verlange den Christen, der Zeugnis gibt. Kunst könne der Kirche helfen, den Blick wieder auf Gott und ihre Botschaft zu richten.

Fuchs forderte Sensibilität und Geduld bei der Vermittlung von Kunst: „Menschen in unseren Pfarreien können nicht immer gleich zehn Meter springen, wohl aber einen Meter gehen.“ Allerdings müsse Kunst nicht jeweils automatisch im kirchlichen Sakralraum ausgestellt werden, so Fuchs.

Pfarrer Reichold erklärte, sich an moderner Kunst zu reiben, biete mehr Gesprächsmöglichkeiten, als eine schablonenhafte Abbildung von Frömmigkeit. „Grenzüberschreitungen im Kirchenraum bringen Chancen mit sich.“ Astrid Schröder sprach von der Schönheit, die in einem Kunstwerk zum Ausdruck komme: „Jeder Mensch hat eine Erfahrung von Vollkommenheit. Wenn man kreativ ist, versucht man dieser Vollkommenheit gerecht zu werden. Auch wenn nur ein Funke davon aufscheint, so kann doch sehr gute Kunst entstehen.“ Der Künstler komme jedoch häufig in Situationen, in denen er Kompromisse eingehen müsse. „Man sollte vor der Annahme eines Auftrags klären, wo die Grenzen liegen.“ Alfred Böschl betonte die Möglichkeiten, die ein Künstler in der Kirche hat. So habe er selbst „volle Rückendeckung“ bei der außergewöhnlichen Gestaltung des Altars in der Kapelle des Hauses Werdenfels gehabt. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen in der Kirche für die Kunst einsetzen. (ven)