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Der sogenannte Wolfgangskelch zählt den jenen Gegenständen des Domschatzes, die erhalten blieben, da man sie für Berührungsreliquien vom hl. Wolfgang hielt; es gehören dazu noch Kasel, Schale und Kamm des Heiligen. Bereits im Heiltumsverzeichnis von 1496 ist der Wolfgangskelch genannt. Seine Entstehungszeit aber muss auf die Mitte des 13. Jahrhunderts, um 1250/60, datiert werden, etwa 200 Jahre nach der Heiligsprechung Wolfgangs.

Der runde Fuß des Kelches sitzt auf einer mit kleinen Rosetten besetzten Zarge, die in komplizierter Technik aus dem dicken Silberreif herausgeschnitten sind. Den Fuß zieren sechs Medaillons mit bis ins Detail exakt gearbeiteten, getriebenen Halbfiguren der Apostel Petrus und Paulus sowie der Propheten Enoch, Elias, Salomon, David, jeweils mit Spruchbändern in den Händen, alle mit sprechend erhobenem Zeigefinger. Am zylinderförmig gearbeiteten Schaft verdeckt ein überlappendes Zackenband aus Akanthusblättern jeweils die Nahtstelle am Fuß der breit hochgewölbten Cuppa.