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Domschatz Regensburg Emailkästchen

Reliquienkästchen, Silber, teilweise vergoldet, Kupfer vergoldet,
transluzides Email mit vergoldeten Silbereinlagen, Franko-flämisch, um 1430/35.
 

In einer der Werkstätten der französischen Fürstenhöfe um 1400 ist wohl das Regensburger Emailkästchen entstanden - ein rares Beispiel vergangener Pracht und Raffinesse, geziert von goldenen Strahlenmonden und phantastischen Fabeltieren. Das Kästchen in Form eines kleinen Hauses mit Walmdach barg die Reliquien des hl. Laurentius.

Das Reliquienkästchen aus teilweise vergoldetem Silber mit Fenstern aus Bergkristall prägen die transluzierenden Emailflächen aus amethystroten und kobaltblauen Feldern. Auf ihnen erscheinen dicht über- und nebeneinander gereihte Tiere und Fabelwesen: Adler, Tauben, Löwen, Steinböcke, Einhörner, Hirsche, Greife, Panther, zwei elchartige Tiere, ein Reh und zwei Hähne mit Koboldgesichtern und dazwischen in Silber gestanzte Sterne.

Das kostbare Emailkästchen gehört zum alten Bestand des Domschatzes. Es lässt sich lückenlos bis zum ersten Heiltumsverzeichnis von 1496 zurückverfolgen. Dort wird es folgendermaßen beschrieben: "In diesem gesmelzten Särchlein ist wirdiglich verslossen Ein ripp von dem leichnam des heyligen marters Sand Laurentzen. Item ein dorn von der durnen Coron cristi des herren. Item ein groß stuck der gepain von den 11 000 Junckfrawen vnd sunst vil wirdigs Heyligtumbs." Die Reliquien wurden am 1. Oktober 1908 entnommen und in einem noch erhaltenen einfachen Glasgefäß verschlossen.

Im Jahr 1880 wandte sich der Münchner Hofjuwelier A. S. Drey an das Domkapitel und bot im Auftrag einer nicht genannten Persönlichkeit 45 000 Goldmark für das Kästchen. Das Domkapitel antwortete, dass das Kästchen an sich unverkäuflich sei. Das Kästchen befand sich aber in schlechtem Zustand. Erst 1952 konnte es vom Münchner Goldschmied Johann Michael Wilm erneuert werden. Nachdem der Emailüberzug sich erneut gelockert hatte, wurde es von 1999 bis 2002 in den Werkstätten des Bayerischen Nationalmuseums restauriert.

 

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Fotos: Bayerisches Nationalmuseum München