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Das Projekt "Da-Sein in Kunst und Kirche" bringt spannende Begegnungen von zeitgenössischen Werken und Gotteshäusern.

In gotischen, barocken ebenso wie modernen Kirchenräumen fordern vielfältige Arbeiten – Aktionskunst, Installationen, Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen – heraus.

 

 

 

Dominik Schleicher Christus auf AugenhöheIn St. Martin in Laberweinting kann der Besucher noch bis zum 23. März "Christus auf Augenhöhe" begegnen. Die Bronzeskulptur des Künstlers Dominik Schleicher empfängt den Betrachter nicht in der klassischen Haltung eines toten Leichnams am Holzkreuz, sondern in der aufgerichteten Position des Auferstandenen. Sein Kopf ist aufrecht und kraftvoll, die Hände vom Kreuzbalken gelöst. Die Handflächen zeigen in entgegengesetzte Richtungen: die eine Hand wirkt beschützend, behütend, bergend mit der Handöffnung nach unten; die andere erhebend, erleichternd, aufrichtend mit der Handöffnung nach oben. "Christus auf Augenhöhe" ist das Motiv der Barmherzigkeit Gottes schlechthin: Gott begegnet dem Menschen "auf Augenhöhe", darin wird seine große Barmherzigket sichtbar, spürbar und erlebbar. Bilder vom "Christus auf Augenhöhe" sowie weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von St. Martin: http://www.pfarrei-laberweinting.de/index.php?id=243#c1189.

 

RosnerSchleicherHarting"Christus auf Augenhöhe" wird bis zum 14. April in der Kirche St. Coloman in Harting dem Strandverkäufer an der italienischen Adriaküste gegenüberstehen. Am 25. März wird ab 18 Uhr ein Künstlergottesdienst stattfinden.
"Bamba" - eine Fotoarbeit des Regensburger Künstlers Martin Rosner - hinterfragt kritisch den Begriff "Barmherzigkeit" vor dem Hintergrund des scheinbaren Urlaubsidylls.  Selbstbewusst blickt Bamba in die Kamera. Er ist einer der meist aus Afrika stammenden Männer, die sich mit dem Verkauf gefälschter Marken- und Luxusartikel ihren Lebensunterhalt sichern - mit mehreren Kilo beladen den ganzen Tag in der Hitze am Strand unterwegs und letztlich auch immer auf der Flucht vor der Polizei. Ist es Barmherzigkeit, wenn Touristen ihnen Taschen, Brillen und Uhren abkaufen – oder wollen sie sich vor allem mit den zum Teil täuschend echten Nachbildungen schmücken und zuhause einfach auch nur Aufmerksamkeit erregen?

 

In St. Wolfgang in Kümmersbruck stehen bis zum 6. Mai "Zwei Goldflächen im Dialog". Der Münchner Künstler Hermann Bigelmayr schuf zwei quadratische, blattvergoHBigelmayr Kümmersbruck Baumannldete Flächen, die - in Form und Größe gleich -  sich gegenüber stehen. Eine Fläche zeigt ein Kreuz in Form eines gefalteten Papiers, das sich in der glatten Oberfläche des Gegenübers spiegelt. Hermann Bigelmayr versteht die Goldfläche als göttliches Symbol für alle Religionen. 

 

 

 

Kaufer Roding Rappenegger bMit den Wortbestandteilen des Adjektivs "barmherzig" spielt Raoul Kaufer in seinem Farbdruck auf Leinwand, der in St. Pankratius in Roding bis zum 23. April ausgestellt ist. Sein Kunstwerk trägt den Titel "bar, aber herzig" und setzt sich mit dem Begriff Barmherzigkeit auseinander, der heutzutage gerne mit dem aus dem Englischen entlehnten Wort "Charitiy" gleichgesetzt wird. Vor allem pekuniäre Aspekte scheinen dabei eine Rolle zu spielen, im barmherzigen Akt nicht zu unterschätzen und auch nicht zu verdammen.

 

Das Projekt "Da-Sein in Kunst und Kirche" ist der Versuch, ganz konkret vor Ort an die offene Tradition anzuknüpfen, mit der sich Glaube und Künstler durch die Jahrhunderte gegenseitig angeregt haben und große Werke von den gotischen Kathedralen bis zum abstrakten Christustorso entstanden sind.

An zahlreichen Orten werden das ganze Jahr über neue Kunstpositionen zum Thema Barmherzigkeit im Mittelpunkt stehen. Wir laden Sie ein, sich von den Werken ebenso wie von den Künstlerinnen und Künstlern anregen zu lassen und Gotteshäuser neu zu erleben!